Preis


Liebe Welpeninteressenten!


Sie sind auf der Suche nach einem neuen Familienmitglied – Ihrem neuen Hund – und haben umfangreiche Recherchen hinter sich: Welche Rasse soll es sein, welchen Züchter wähle ich, was kostet der Welpe. Sie entdecken Pudelwelpen, die für 350,- € umziehen dürfen und andere Pudelwelpen, die 1800,- € kosten sollen. Worin liegt der Unterschied?
Schnell wird eine Rechnung aufgemacht: 7 Welpen á 1800,- € = 15.600,- € – Wow, da geht’s doch bestimmt nur ums Geld…so schnell verdient…und so einfach!
So einfach???
Falls Sie jetzt denken sollten: „Hey, das kann ich ja auch mal machen!“, gewähre ich Ihnen nun einen Einblick hinter die Kulissen einer verantwortungsvollen Hobbyzucht von Rassehunden.

Am Anfang steht die Anschaffung einer Hündin aus einer ebenso verantwortungsvollen Zucht und mit gesunden Ahnen. Das allein ist schon sehr preisintensiv.
Diese Hündin müssen Sie nun mindestens 2 Jahre liebevoll aufziehen und erziehen. Ist sie erwachsen, bringen Sie sie zum Tierarzt, um die verschiedensten Untersuchungen an ihr durchführen zu lassen: z.B. das Röntgen der Hüften und Ellenbogen, Augenuntersuchungen, verschiedene Gentests. Das alles kostet natürlich Geld, ebenso wie die Zuchttauglichkeitsprüfung, die Sie an ihrer gesunden Hündin durchführen lassen.

Vor der Planung des ersten Wurfes werden Sie sich u.a. mit Vererbung, Farbgenetik, Deckakt, Trächtigkeit, Geburt und Welpenaufzucht beschäftigen müssen.
Viele Stunden werden Sie auf der Suche nach einem geeigneten Deckrüden verbringen.
Sie werden Kontakt zu den Besitzern des Rüden aufnehmen und wenn Ihre Hündin läufig ist, werden Sie mehrfach einen – natürlich kostenpflichtigen – Bluttest beim Tierarzt machen lassen, um den richtigen Deckzeitpunkt zu bestimmen. Oftmals befindet sich der Deckrüde viele 100km entfernt – Kosten für die Reise und für mindestens 2 – 3 Übernachtungen sowie die Deckgebühr für den Rüden fallen an.

Nach ca. 4 Wochen lassen Sie bei der Hündin einen Ultraschall durchführen, der, wenn alles geklappt hat, ihre Trächtigkeit bestätigt.
Nun müssen Sie Urlaub nehmen, ca. 10 Wochen am Stück, vom Zeitpunkt der Geburt an, denn nicht immer sind alle Welpen im Alter von 8 Wochen in eine neue Familie vermittelt.
Sie bereiten die Geburt vor, suchen in Ihrem Haus einen geeigneten Platz für die Wurfkiste und kaufen die verschiedensten, für Geburt und Aufzucht notwendigen Utensilien wie z.B. die Wurfkiste, Haut – und Handdesinfektionsmittel, als Unterlage geeignete Decken (Drybeds), Babyhalsbändchen, wasserdichte, saugfähige Unterlagen, sicheres Babyspielzeug, eine Babywaage, ein großes, sicheres Welpengehege für den Garten  u.v.a.m.

Weitere 5 Wochen später werden die Welpen geboren und Sie können nur hoffen, dass alles gut geht und kein Kaiserschnitt notwendig wird, oder es zu einer Infektion bei den Welpen kommt, die behandelt werden muss.
Nun beginnt die Zeit der Aufzucht.
Die Mutterhündin kümmert sich im besten Fall liebevoll um die Welpen und hat genug Milch. Sollte dies nicht der Fall sein, werden Sie die Babies mit der Flasche und Ersatzmilch füttern müssen – alle 2 Stunden Tag und Nacht.
Sie schlafen neben der Wurfkiste und haben immer alles im Blick, so dass sich keines der Babies in den Decken verheddert oder die Hündin sich, gerade wenn sie noch unerfahren ist, nicht versehentlich auf eines der Babies legt.
Täglich reinigen Sie mehrfach die Wurfkiste, waschen Unmengen Decken, Laken und Handtücher, wiegen die Kleinen und dokumentieren ihre Entwicklung. Sie beginnen schon sehr früh jedes einzelne Baby an die Schermaschine zu gewöhnen, frisieren ab der 3. Woche die kleinen Gesichter und Pfötchen regelmäßig aus.
Sie machen häufig Bilder und pflegen Ihre Homepage. Sie schalten Unmengen Anzeigen und sind für alle Interessenten stets am Telefon erreichbar.
Sie entwickeln hoffentlich einen sicheren Instinkt dafür, wem Sie eines der Babies anvertrauen können.

Alsbald werden Sie zufüttern – mehrfach am Tag gibt es jetzt Milch und Fleisch. Nach jeder Mahlzeit müssen Sie die Babies säubern, denn gern landen anfangs die kleinen Pfötchen im Essen.
Ab jetzt entfernt die Mutter auch nicht mehr die Ausscheidungen der Welpen – das müssen Sie jetzt tun, und zwar sehr oft, so dass alles immer schön sauber ist.
Ihre Sozialkontakte tendieren gegen Null, denn Besuche Fremder sind in den ersten Lebenswochen tabu.
Je älter die Kleinen werden, desto mehr müssen sie kennen lernen. Wenn das Wetter es zulässt, tragen Sie alle Babies täglich mehrfach in den Garten.
Sie laden Besucher mit Kindern ein, gewöhnen die Welpen an alle möglichen Alltagsgeräusche wie Staubsauger, Mixer, scheppernde Topfdeckel, die auf den Küchenboden fallen. Sie humpeln mit Gehstützen durch den Garten, radeln um das Welpengehege, bewegen sich mit einem Rollator und einem Rollstuhl immer wieder zwischen den Kleinen. Gern laufen Sie auch mit einem großen Hut, einer Kapuze oder einer Sonnenbrille umher. Sie hängen Flatterbänder und Blechdosen auf. Zwischendurch wird natürlich immer wieder gewaschen, geputzt, gefüttert, telefoniert, fotografiert, frisiert….
Es gibt jetzt ernsthaft an einem Welpen interessierte Familien, die gern und oft anrufen, um zu erfahren, wie es „ihrem“ Baby geht – und so soll es auch sein!
Viele möchten jetzt zu Besuch kommen, für eine erste Kontaktaufnahme.
So vergeht Stunde um Stunde, Tag um Tag. Freizeit für sich selbst – in dieser Zeit eine Fehlanzeige.
Es werden nun Berge von Fleisch vertilgt, die Entwurmung steht an, sowie das Impfen und Chippen durch den Tierarzt.
Natürlich lernen die Welpen auch das Autofahren kennen. Die Ahnentafeln müssen beantragt und bezahlt werden, die Wurfabnahme erfolgt.
Eines Tages ist es dann soweit – die Welpen dürfen umziehen in ihr neues, gewissenhaft ausgesuchtes Zuhause.

Machen Sie jetzt nur keine Kosten-/ Nutzenrechnung auf….

Aber nun zu Ihrer Frage „Was kostet ein Welpe bei Ihnen?“.
Ein Welpe aus meiner Zucht darf für einen Preis von 1200,- € (Kleinpudel) bzw. 1700,- € (Großpudel) in sein neues Zuhause umziehen.

Damit können Sie sicher sein, einen nach bestem Wissen und Gewissen aufgezogenen Welpen zu bekommen, der sich sicher im täglichen Leben bewegen wird und den ich liebevoll tagtäglich begleitet habe.
Sie bekommen einen Welpen, der, wenn er auszieht, neben vielen Tränen auch ein kleines Stück von meinem Herzen mitnimmt und somit auch immer ein bisschen „mein Baby“ bleiben wird.